18.

Moira saß alleine in ihrem Zimmer und war, gelinde gesagt, gefrustet. Sie hatte keine Ahnung, weshalb Ava zum Herrscher gerufen worden war, und sie nicht. Und es wurmte sie, dass sie es nicht wusste.
Dann ging plötzlich die Tür auf und ein Diener Raouls kam herein ohne die Höflichkeit zu besitzen, anzuklopfen. Er sah sie an und sagte kurz angebunden: “Der Lord wünscht Euch zu sprechen. Folgt mir!” Damit drehte er sich auch schon um und ging. Moira ärgerte sich über sein ungebührliches Verhalten, doch sie sagte nichts, sondern tat, was er ihr befohlen hatte. Sie folgte dem Diener und kurze Zeit später trat er in den Raum ein, in dem Raoul bereits auf sie wartete. “Da bist du ja! Komm her, ich habe eine Aufgabe für dich! Und du…” er blickte zu seinem Boten, der den Kopf senkte, und sprach: “Du kannst gehen!” Es war ein Befehl. Moira sah zu ihrer Genugtuung, dass dieser so schnell wie es ihm nur möglich war, das Zimmer verließ.

Dann wandte er sich wieder Moira zu. Diese blickte ihn an und bevor er noch etwas sagen konnte, war sie es, die das Wort ergriff: “Mein Lord, sagt mir, was ich für Euch tun kann. Ich werde Eure Erwartungen in mich zu Eurer vollsten Zufriedenheit erfüllen, ich hoffe, dass wisst Ihr…” Weiter kam sie nicht. Raouls Lachen erfüllte den gesamten Raum und Moira hatte zudem das Gefühl, dass es auch alle anderen in dem Schloss und der näheren Umgebung hören mussten; so laut war es - sie war gelinde gesagt, verärgert. Was gab es denn da zu lachen? Gerade als sie fragen wollte, wurde Raoul wieder ernst und sein Gesichtsausdruck ließ keinen Zweifel daran, dass er verärgert war. Moira entschied sich, lieber nichts mehr zu sagen, sondern sich anzuhören, was ihr Meister von ihr wollte.
“Nun, ich werde dir dieses Mal dein vorlautes Mundwerk vergeben - aber wage es ja nicht noch einmal, so mit mir zu reden - du bist nichts weiter als eine kleine Made, die ich jederzeit mit einem Fingerschnippen vernichten kann - hast du das verstanden?” Zum Schluss war er leiser geworden und seine Stimme hörte sich an wie ein Knurren. Moira lief eine Gänsehaut über den Körper. Sie nickte nur. Was wollte der Lord nur von ihr?

Raoul war zufrieden und blickte ihr nun wieder in die Augen: “Ich will, dass du mir die kleine Zwillingsschwester bringst. Die andere - die, die noch in der Folterkammer hängt. Die anderen lässt du dort; um die kümmerst du dich später noch einmal. Doch vorerst haben sie genug. Es bringt ohnehin nichts, ich spüre, dass ihr Bewusstsein noch ausgeschaltet ist!”

Moira blickte ihn beinahe verständnislos an - DESWEGEN hatte er sie zu sich gerufen? Damit sie ihm die kleine Angel bringen sollte? Das war alles? Sie wollte ihn gerade fragen, ob sie das tatsächlich richtig verstanden hatte, doch anhand seiner Augen, die sie anvisierten und direkt in ihre starrten, wusste sie, dass sie es lieber lassen sollte. Moira nickte nur und drehte sich um, um ihren “Auftrag” auszuführen. Doch innerlich kochte sie. Das war ein Witz! War sie wirklich nur hierher zitiert worden um dieses Balg zum Herrscher zu bringen? Das konnte doch nicht wahr sein! ‘Nun ja, tu erst einmal was ER dir sagt, dann wird schon noch der Augenblick kommen, in dem auch dir die Aufgabe zuteil wird, die du verdienst!’ dachte sie sich, und dann führte ihr Weg direkt zur Folterkammer.

Die Mädchen waren noch genau dort, wo sie waren, als sie sie verlassen hatten. Wie der Herrscher es gesagt hatte, waren alle ohne Bewusstsein. Kida war die einzige, die nicht hing, sondern auf einer Trage lag. Sie befand sich immer noch in ihrer tierischen Gestalt, wie Moira bemerkte, daran hatte sich also nichts geändert. Etwas zuckte in ihr, sie wollte so gerne mit der Folterung weiter machen, ihre Aggression, ihr Hass verstärkte sich, als sie die Mädchen sah. Dennoch erinnerte sie sich daran, dass der Herrscher ihr aufgetragen hatte, keine der Mädchen zu foltern und lediglich Angel zu ihm zu bringen. “Na gut, wenn das alles ist.. Es wird schon einen Grund haben, wenn ER es befiehlt”, knurrte Moira in sich hinein, und so trat sie schließlich zu Angel, die ohnmächtig und kraftlos in ihren Ketten hing, und befreite diese. Es ging relativ leicht, was Moira zuerst ein wenig wunderte, aber dann ging sie davon aus, dass der Lord wohl ein wenig “nachgeholfen” haben musste.

Schließlich hatte sie Angel befreit und schleifte sie aus der Kammer. Sie war nicht sonderlich zimperlich, während sie sie durch die Gänge zerrte. Dann war Moira an dem Raum angekommen, an dem Raoul auf sie wartete. Sie atmete noch einmal tief durch und öffnete ihn, um dann einzutreten und ihm Angel vor die Füße zu werfen…

Raoul hatte Moira bereits erwartet. Er sah beinahe belustigt zu, wie Moira ihm das Mädchen vor die Füße warf und sagte dann in ruhigem, aber bestimmten Ton: “Und nun geh zurück auf dein Zimmer. Ich werde dich rufen, wenn ich dich erneut brauche.” Moira starrte ihn an. Das sollte es wirklich gewesen sein? “Herr - Ihr braucht mich wirklich nicht mehr?” versuchte sie es noch einmal: “Soll ich nicht noch einmal die Mädchen foltern?…” Weiter kam sie nicht, denn ihr wurde durch ein Handbewegung Raouls die Luft abgeschnürt.
“Wagst du es schon wieder, mit mir zu diskutieren? Habe ich dir nicht gerade etwas gesagt?” fragte er mit drohendem Ton. Moira nickte nur. “Es tut mir leid, Herr…” sagte sie, doch das Sprechen fiel ihr extrem schwer. Sie konnte kaum noch atmen. Schließlich ließ Raoul sie los; sie war vom Würgegriff befreit.

Moira fiel auf die Knie und keuchte, doch Raoul zeigte nur auf die Tür: “Raus hier! Ich werde dir sagen, wann du die Mädchen noch einmal folterst! Dies wird geschehen, aber noch nicht jetzt! Und nun geh!” Moira nickte nur. Sie konnte und wollte nichts mehr sagen, sondern verließ eiligst den Raum um in ihrem Zimmer zu verschwinden. Es interessierte sie nicht mehr, was Raoul mit dem Mädchen vorhatte. Dann war sie in ihrem Zimmer angekommen und schloss die Tür. Sie setzte sich völlig entkräftet auf ihr Bett und hielt sich den Hals. Es tat immer noch weh, doch langsam konnte sie wieder atmen. Langsam war sie wieder dazu in der Lage zu denken, und was ihr jetzt erst auffiel war, dass sie Ava nirgendwo gesehen hatte. Hatte der Herrscher sie nicht zu sich rufen lassen? Doch sie machte sich keine Gedanken mehr und legte sich schließlich hin. Nun wollte sie versuchen ein wenig zu schlafen und hoffte inständig, dass Raoul ihr demnächst wirklich wichtige Aufgaben übertragen würde…

Doch dieser war meilenweit davon entfernt, über Moira nachzudenken. Vor ihm lag Angel und diese hatte nun eigene, wichtige Dinge zu erledigen. Er spürte, dass sie schwer verwundet war - nicht tödlich, denn solange seine Magie über den Mädchen lag, würde keines von ihnen sterben. Soweit waren sie noch nicht. Er brauchte sie noch!
Dennoch war sie in tiefer Bewusstlosigkeit und so nützte sie ihm natürlich nichts. Also strich er mit einer Hand über ihren Körper und wenige Sekunden später sah er mit leichter Befriedigung, wie sie langsam wach wurde…

Angel erwachte aus einer tiefen Dunkelheit. Sie konnte sich an die letzten Minuten, Stunden, Tage - sie hatte keine Ahnung wie viel Zeit vergangen war - zuerst überhaupt nicht erinnern. Dann kam langsam die Erinnerung zurück. Ihr Gefangennahme, die Folterungen - ihre Mutter… Doch bevor sie weiter dazu kam, über diese nachzudenken spürte sie, dass sie in einem anderen Raum war - und jemand sich über sie gebeugt hatte. Und dann erkannte sie diesen “Jemand”; es war Raoul, der dunkle Herrscher. Sie schrie auf und wollte zurück weichen, doch es nutzte nichts. Sie konnte sich nicht bewegen! Anscheinend hatte Raoul einen Zauber über sie gesprochen, sie konnte jedenfalls nicht einen Zentimeter von ihm fort weichen. Angel keuchte. Sie starrte den Herrscher nur an und in ihren Augen stand Angst. Nein, Angst war untertrieben, es war pure Panik, die aus ihnen sprachen. Sie konnte seine Aura erkennen: Es wirkte beinahe so, als würde die Schwärze aus seinem Körper heraus fließen - und sie war kaum noch dazu in der Lage, seine wahre Gestalt zu erkennen. Oder war dies seine wahre Gestalt? Der Gedanke kam ihr spontan und machte ihr noch mehr Angst. Was, wenn sie als einzige in der Lage war, den Lord so zu sehen, wie er tatsächlich aussah? Es wirkte beinahe wie der “schwarze Mann” in Horrorfilmen und -büchern…

Bevor sie noch weiter darüber nachdenken konnte, hatte Raoul sich zu ihr gebeugt und sagte mit dunkler, dröhnender Stimme: “Ich habe eine Aufgabe für dich! Deswegen bist du hier! Komm her, du Missgeburt!” Und er zog sie mit einem Ruck vom Boden hoch. Eigentlich hatte er nur seine Hand bewegt, der Rest geschah praktisch wie von selbst.
Angel wurde hoch geschleudert und fiel beinahe vornüber, doch sein angewandter Zauber verhinderte, dass sie tatsächlich stürzte. Doch ihr war schlecht. Sie hatte grauenhafte Schmerzen, denn dies wurde durch diesen Zauber wohl nicht gemindert.

Angel hatte keine Ahnung, was der Herrscher von ihr verlangte. Sie fragte sich auch, wo ihre Schwester war, sie konnte sie nirgends entdecken… Und sie machte sich wahnsinnige Sorgen um ihre Freundinnen. Dennoch hatte sie zuviel Angst, dem Lord diese Fragen zu stellen und wartete ab, was nun von ihr verlangt werden würde. Raoul brachte sie zu einem Tisch auf dem verschiedene Utensilien lagen… Und plötzlich erkannte Angel diese: Es waren ihre Bücher! Das Zauberbuch, das sie von ihren Zieheltern geschenkt bekommen hatte, und das zuerst als “Tagebuch” getarnt gewesen war, und daneben das Buch, das sie aus der Bücherei gestohlen hatte. Raoul hatte es ihr gestohlen! Vielleicht waren es auch Ava und Moira gewesen, Angel wusste es nicht mehr.. Dennoch fragte sie sich, was der Herrscher damit wollte. Es konnte nichts gutes sein, dass ahnte sie. Und weshalb hatte er sie jetzt hierher bringen lassen? Was sollte sie hier?

Die Fragen wurden ihr mit einem Mal beantwortet, als Raoul sie mit Gewalt auf einen Stuhl setzte und dröhnend sprach: “Du wirst mir die Bücher vorlesen! Ich will ihre Magie lernen! Zeig sie mir!” Er nahm zuerst das “Tagebuch” und warf es ihr geradewegs vor die Nase: “Lies!”

Sein Ton war unmissverständlich. Und er sah sie mit einem Blick an, der Angel durch Mark und Bein ging. Sie hatte keine andere Wahl. Ihr war klar, dass er die Zukunft sehen wollte, und vermutlich hatte es bei ihm - aus welchen Gründen auch immer - nicht funktioniert. Deswegen brauchte er sie! Doch wenn sie ihm nun das Geheimnis, welches auch immer sich als nächstes zeigen würde, offenbarte, konnte er es für sich nutzen. Wer wusste, was als nächstes geschehen würde? Konnte sie dies wirklich tun? Konnte sie dem dunklen Lord zeigen, was das Zauberbuch als nächstes zeigte? Doch sie hatte keine Wahl. Der Lord drehte auch bei ihr eine Hand herum - und auch Angel bekam innerhalb einer Sekunde keine Luft mehr. Ihre Lungen waren leer und sie hielt sich den Hals, doch es nützte nichts. Sie drohte zu ersticken. Panik durchzog sie, und bevor sie tatsächlich langsam und qualvoll erstickte, fragte er sie: “Wirst du es nun tun?”
Angel nickte. Sie wollte nicht sterben. Nicht so! Und dann ließ er los. Im letzten Augenblick konnte Angel wieder atmen und fiel zuerst mit dem Kopf auf den Tisch. Tränen standen ihr in den Augen, und sie keuchte, während sie langsam wieder zu Atem kam. Raoul zog sie an ihren Haaren vom Tisch hoch und zeigte erneut auf das Buch. Angel nickte nur. Sie hatte keine andere Chance, dass wusste sie, und so fügte sie sich schließlich ihrem Schicksal und öffnete die erste Seite des “Tagebuches”, das vor ihr lag, ohne zu wissen, was nun auf sie wartete…


Währenddessen erwachte Yuna langsam aus ihrer Ohnmacht. Sie konnte sich ebenfalls zuerst nicht an die letzte Zeit erinnern, geschweige denn, dass sie wusste, wo sie war; doch dann fiel es ihr wieder ein. Sie waren gefangen genommen worden, vom dunklen Lord - weil diese Verräterin Moira sie an ihn ausgeliefert hatte. Sie hatte sie alle verraten! Und sie hatten ihr vertraut. Ihr Leben anvertraut…

Yuna konnte sich immer noch ohrfeigen, dass sie nicht auf ihren Instinkt gehört hatte, der ihr eigentlich von Anfang an gesagt hatte, dass Moira nicht zu trauen war - und dieser Ava ebenfalls nicht! Doch Angel hatte ihrer Schwester blind vertraut!
Doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, fielen ihr die anderen ein. Was war mit ihren Freundinnen? Sie blickte zu Taliya herüber, die neben ihr hing. Sie war noch immer bewusstlos. Genauso wie Kida, die in der Mitte des Raumes auf einer Trage lag - in ihrer tierischen Gestalt. Beide bluteten aus allen Wunden, genau wie sie selbst, wie Yuna ebenfalls feststellte. Sie rief nach ihnen, doch sie wurden nicht wach. Dann fiel ihr Angel wieder ein. Wo war Angel? Hatte sie nicht direkt neben Taliya gehangen? Ebenfalls an der Wand? Doch an der Stelle, an der Yuna meinte, dass Angel vorab gehangen hatte, war niemand mehr. ‘Sie ist weg!’ dachte Yuna entgeistert. Dies konnte nur bedeuten, dass sie entweder jemand mitgenommen hatte, wohin auch immer, oder dass sie tot war…

‘Nein! Sie ist nicht tot! Was auch immer geschehen ist, Angel ist nicht tot!’ dachte Yuna verzweifelt. Sie durfte nicht tot sein! Yuna konnte sich nicht mal erklären, ob sie sich das nur einbildete, oder ob das mehr als eine Ahnung war, aber sie musste sich den Glauben bewahren, dass Angel nicht getötet worden war. Doch waren die Alternativen besser?
Dennoch versuchte sie, nicht weiter darüber nachzudenken - dafür war später noch Zeit. Jetzt musste es ihr irgendwie gelingen, sich und die anderen zu befreien. Sie mussten hier raus! Zumindest war auch von Moira und Ava - ihren Folterknechten - nichts mehr zu sehen. Für wie lange auch immer…

Doch bevor sie daran denken konnte, sie hatte so gar keine Ahnung, wie sie hier raus kommen sollten, musste es ihr zuerst gelingen, ihre Wunden zu versorgen.
Yuna merkte, wie sie brannten. Es schmerzte, und sie dachte zuerst an ihre Kraft der Selbstheilung. Zuerst musste es ihr gelingen, sich selbst zu heilen, dann würde sie dies bei den anderen tun - wenn es ihr gelingen würde, sich von den Fesseln zu befreien…
Sie wusste selber nicht, wie sie das schaffen sollte. Sie Fesseln waren magisch und sie hatte das Gefühl, je mehr sie versuchte, sich zu befreien und daran herum zerrte, desto fester wurden sie… Yuna biss die Zähne zusammen. Dann fiel ihr noch etwas ein: Normalerweise brauchte sie Kräuter, wenn sie sich selbst oder andere heilen wollte… Hier standen ihr garantiert keine zur Verfügung… Wie sollte sie so ihre Wunden heilen? Und dann die der anderen? Sie hatte keine Ahnung…

Yunas Kopf sank auf ihre Brust. Verzweiflung kam über sie und für kurze Zeit übermannte sie so etwas wie Hoffnungslosigkeit. Plötzlich sah sie an ihrem Körper etwas, was ihr vorab noch gar nicht aufgefallen war: Ihr gesamter Körper war mit runenartigen Zeichen übersäht - und sie erinnerte sich wage daran, dass Ava etwas in sie hinein geritzt hatte. Nun bekam Yuna tatsächlich Panik. Was hatte diese schwarze Brut mit ihr gemacht? Was bedeuteten diese Zeichen? Sie waren dämonisch; das spürte Yuna. Nein, sie spürte es nicht nur, sie wusste es!

Yuna schrie nach ihren Freundinnen. Sie rief nach Taliya und Kida, in der Hoffnung, dass eine von beiden, vielleicht sogar beide, davon wach werden würden - doch noch war es nicht soweit. Keine von beiden erwachte, und Yuna wusste, dass entweder ihre Verletzungen noch schwerer sein mussten, als ihre, oder dass ein noch größerer Zauber auf den beiden lag. Doch sie musste es weiter probieren. Zumindest bei Taliya musste es funktionieren; denn langsam keimte in Yuna eine Idee, doch sie brauchte Taliya dafür - beziehungsweise deren Kräfte; sollten sie denn überhaupt noch funktionieren…

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Christal, 31
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